Die geniale Mischung aus tragischer Oper, rätselhaftem Zauberspiel und lustigem Volkstheater scheint jegliche Gattungsgrenzen zu sprengen. Mozarts letztes Bühnenwerk ist weisheitsvolle Märchenoper und Welttheater zugleich – an der Schnittstelle von historischen und gesellschaftlichen Umbrüchen. 1791, das Jahr der Uraufführung der „Zauberflöte”, steht schon am Beginn des Übergangs von der Aufklärung in die Romantik. Die Erfahrungen aus der Französischen Revolution spiegeln sich in dieser Oper ebenso wider wie das erwachende künstlerische Interesse an den Nacht- und Schattenseiten der menschlichen Seele, an Verdrängtem, Irrationalem. Wie zwei Seiten einer Medaille stehen sich die Machtsphären von Königin der Nacht und Sarastro gegenüber, welcher Pamina, die Tochter der Königin, entführte, um sie im Sinne seiner Lehren zu erziehen. Mit dem Auftrag, die geliebte Tochter zu befreien, schickt die Königin den Prinzen Tamino in Sarastros Reich, mit ihm den naiven Vogelfänger Papageno. Zauberflöte und Glockenspiel sollen helfen Gefahren zu bannen.
Copyright: Oper Leipzig
| Genre: | Oper |
| Regie: | Ralf Nürnberger |
| Dirigent: | Andreas Schüller |
| Bühne: | Yadegar Asisi |
| Kostüme: | Claudia Rühle |
| Ende nach ca.: | 3:00 Stunden, eine Pause |
| Mitwirkende: | Tamino: Norman Reinhardt / Yves Saelens | Königin der Nacht: Yuko Kakuta / Mandy Fredrich | Pamina: Viktorija Kaminskaite / Eun Yee You | Papageno: Simon Pauly /Milko Milev / Morgan Smith | Papagena: Jennifer Porto | Sarastro: James Moellenhoff / Roman Astakhov | Erste Dame: Hendrikje Wangemann | Zweite Dame: Jean Broekhuizen/Kathrin Göring | Dritte Dame: Claudia Huckle | Monostatos: Dan Karlström / Martin Petzold | Sprecher: Jürgen Kurth / Tuomas Pursio | Priester: Torsten Süring | Erster geharnischter Mann: Tommaso Randazzo | Zweiter geharnischter Mann: Miklós Sebestyén | Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester |
Es liegt eine Leichtigkeit über dieser Inszenierung, die sich wohltuend abhebt vom gewohnten Freimaurer-Pathos. Nürnberger respektiert den Umstand, dass Mozart und Schikaneder ‚ Die Zauberflöte’ konsequent auf Erfolg anlegten – nicht auf Weltendeutung. […]. Ein solch kulinarisches Bildertheater steht dem Haus am Augustusplatz gut zu Gesicht.
Leipziger Volkszeitung, 11. Oktober 2004
Überwältigende Farbigkeit kam da märchenhaft von der Szene, die lebendig wurde mit einem hervorragenden Solistenensemble. […] Eine interessante Inszenierung entstand, ein theatralisches Spektakel von faszinierender Bildhaftigkeit und musikalisch erfüllter, bewegender Ausdruckskraft der Solisten, der Chöre und des Orchesters.
Das Orchester, 13. Oktober 2005
| Fr | 04.05.12 | 19:30 | Buchungs-Anfrage |
| So | 20.05.12 | 15:00 | Buchungs-Anfrage |
Die Oper Leipzig steht in der Tradition von mittlerweile 315 Jahren Opernpflege in Leipzig.
Die Foyerbereiche des Opernhauses wurden 2007 umfangreich nach den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert. Das Opernhaus verfügt seitdem über 1267 Sitzplätze. Zur Oper Leipzig gehört neben dem Sängerensemble, dem Opernchor und dem Leipziger Ballett auch die Musikalische Komödie mit eigener Spielstätte in Leipzig Lindenau. Das große Repertoire mit ca. 300 Vorstellungen pro Spielzeit in allen Spielstätten reicht vom Barock bis zur Gegenwart. (Quelle: Oper Leipzig)