Der Besucherring

Meeting Dido

nach Bruno Madernas „Satyricon“ und Henry Purcells „Dido and Aeneas“

Manuel Ried, Anne Reich, Sandro Schmalzl, Daniel Holzhauser
Manuel Ried, Anne Reich, Sandro Schmalzl, Daniel Holzhauser

Eine Kooperation mit dem Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg

Bruno Madernas Satyricon (1973) ist eine Art Baukasten-Oper. Ihre Teile sind Grundlage für das moderne, musikalisch-szenische Portrait einer dekadenten spätrömischen Gesellschaft, die das Spektakel und den körperlichen Genuss feiert. In der Augsburger Kooperation mit dem Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg treffen Gestalten der Spätantike auf ihren eigenen Gründungs-Mythos: Der trojanische Kriegsheld Aeneas und die karthagische Königin Dido stehen im Zentrum von Henry Purcells Oper aus dem Jahr 1689. Der Verlauf ihrer Liebesgeschichte entscheidet über die Gründung einer Stadt, die später Rom heißen und die Weltherrschaft erlangen wird. Der trojanische Flüchtling Aeneas ist von den Göttern beauftragt in Italien eine zweites Troja, namens Rom zu gründen. Auf seiner Irrfahrt landet er in Karthago, wo er sich in die Königin Dido verliebt. Aeneas muss sich zwischen göttlicher Weisung und privatem Glück entscheiden. Bleibt er in Karthago, wird der Auftrag, die Ewige Stadt zu gründen nicht in die Tat umgesetzt. Eine Vorstellung, undenkbar und zutiefst bedrohlich für die verunsicherten „Spätrömer” des Satyricons. Sie ergreifen Partei und beginnen, sich in Purcells Oper einzumischen. Zwischen Moderne und Barock entspannt sich ein turbulentes und lustvolles Spannungsfeld aus Oberflächlichkeit und Sehnsucht, Empfindung und Rationalität. Vorbericht im Bayerischen Rundfunk anhören

Genre: Oper
Regie:Jörg Behr
Musikalische Leitung:Eberhard Fritsche
Bühne:Marc Weeger
Kostüme:Sike Willrett
Ende nach ca.:Die Studierenden des Leopold-Mozart-Zentrums genießen hier den gesamten Apparat des Stadttheaters. Jeder wurde hier wie ein Profimusiker eingebunden und vom Dirigenten Eberhardt Fritsche geführt. Dass die Ausbildung an der Hochschule noch nicht wirklich auf eine solche Arbeit vorbereitet, das bemerkte Fritsche hier etwa an den Instrumentalisten, die der erst zu einem Orchester formen musste, aber auch an den Sängern.
Mitwirkende:DIDO UND AENEAS: Dido: Eva-Maria Amann / Diamanti Kritsotaki; Aeneas: Manuel Ried; Belinda: Aki Miyawaki / Rebecca Whittington; 2. Frau; Vanessa Fasoli; Hexe / Geist III: Sarah Hartinger / Lucy Williams; 1. Hexe / Geist II: Siglind Buchmayer / Theresa Protze; Geist I: Anne Reich; Seemann: Daniel Holzhauser; Karthager: Moritz Kugler, Fabian Langguth SATYRICON: Trimalchio: Manuel Ried; Criside: Aki Miyawaki / Rebecca Whittington; Fortunata: Vanessa Fasoli; Habinnas: Sandro Schmalzl; Eumolpus: Daniel Holzhauser; Römer: Sarah Hartinger, Lucy Williams, Siglind Buchmayer / Theresa Protze, Anne Reich; Chor und Orchester: Studenten des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg

Kritik:

Das Theater Augsburg im Strudel der Zeiten

Es ist ein Brückenschlag zwischen den Epochen: rund 300 Jahre liegen zwischen Henry Purcells Oper „Dido und Aeneas” und „Satyricon” von Bruno Maderna aus dem Jahr 1972. Am Theater Augsburg wagten Studierende mit „Meeting Dido” den Spagat, beide Stücke miteinander zu verknüpfen. Es ist nichts mehr wie sonst im Theater Augsburg: Eine Aufführung, die im Garderobenbereich beginnt, mit Bruno Madernas Oper, und sich dann im Pausenfoyer des 1. Ranges fortsetzt. Dort ist – wie ein Stück im Stück – Purcells „Dido und Aeneas” zu erleben. Zwei Orchester spielen an diesem Abend, eines barock und eines modern. Viele Klänge kommen von einer Tonspur, die größtenteils noch von Bruno Maderna selbst stammt. Und: immer wieder mischen sich die Sphären. Die Studierenden des Leopold-Mozart-Zentrums genießen hier den gesamten Apparat des Stadttheaters. Jeder wurde hier wie ein Profimusiker eingebunden und vom Dirigenten Eberhardt Fritsche geführt. Dass die Ausbildung an der Hochschule noch nicht wirklich auf eine solche Arbeit vorbereitet, das bemerkte Fritsche hier etwa an den Instrumentalisten, die der erst zu einem Orchester formen musste, aber auch an den Sängern. Julika Jahnke BR Klassik Radio 24.04.12

Termine und Tickets

Aufführungsort

Foyer – Großes Haus
Kennedyplatz 1 86152 Augsburg

Interaktive Karte

Das Theaterfoyer im Herzen des Großen Hauses ist beliebter Pausen-Treffpunkt und vieles mehr: Ob Lesungen, Matinéen, kleine halbszenische Abstecher oder Liederabende – das Foyer eignet sich bestens für eine Vielzahl von Theateraktivitäten und bietet Platz für bis zu 250 Besucher. Für Pausen zu Premieren und Aufführungen kann bei der Theatergastronomie Cirkularium vorab ein Tisch reserviert werden.

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