Bruno Madernas Satyricon (1973) ist eine Art Baukasten-Oper. Ihre Teile sind Grundlage für das moderne, musikalisch-szenische Portrait einer dekadenten spätrömischen Gesellschaft, die das Spektakel und den körperlichen Genuss feiert. In der Augsburger Kooperation mit dem Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg treffen Gestalten der Spätantike auf ihren eigenen Gründungs-Mythos: Der trojanische Kriegsheld Aeneas und die karthagische Königin Dido stehen im Zentrum von Henry Purcells Oper aus dem Jahr 1689. Der Verlauf ihrer Liebesgeschichte entscheidet über die Gründung einer Stadt, die später Rom heißen und die Weltherrschaft erlangen wird. Der trojanische Flüchtling Aeneas ist von den Göttern beauftragt in Italien eine zweites Troja, namens Rom zu gründen. Auf seiner Irrfahrt landet er in Karthago, wo er sich in die Königin Dido verliebt. Aeneas muss sich zwischen göttlicher Weisung und privatem Glück entscheiden. Bleibt er in Karthago, wird der Auftrag, die Ewige Stadt zu gründen nicht in die Tat umgesetzt. Eine Vorstellung, undenkbar und zutiefst bedrohlich für die verunsicherten „Spätrömer” des Satyricons. Sie ergreifen Partei und beginnen, sich in Purcells Oper einzumischen. Zwischen Moderne und Barock entspannt sich ein turbulentes und lustvolles Spannungsfeld aus Oberflächlichkeit und Sehnsucht, Empfindung und Rationalität.
| Genre: | Oper |
| Regie: | Jörg Behr |
| Musikalische Leitung: | Eberhard Fritsche |
| Bühne: | Marc Weegner |
| Kostüme: | Sike Willrett |
| Mitwirkende: | DIDO UND AENEAS: Dido: Eva-Maria Amann / Diamanti Kritsotaki; Aeneas: Manuel Ried; Belinda: Aki Miyawaki / Rebecca Whittington; 2. Frau; Vanessa Fasoli; Hexe / Geist III: Sarah Hartinger / Lucy Williams; 1. Hexe / Geist II: Siglind Buchmayer / Theresa Protze; Geist I: Anne Reich; Seemann: Kyohyun Koo; Karthager: Moritz Kugler, Fabian Langguth SATYRICON: Trimalchio: Manuel Ried; Criside: Aki Miyawaki / Rebecca Whittington; Fortunata: Vanessa Fasoli; Habinnas: Sandro Schmalzl; Eumolpus: Daniel Holzhauser / Christian Wester; Römer: Sarah Hartinger, Lucy Williams, Siglind Buchmayer / Theresa Protze, Anne Reich, Kyohyun Koo; Chor und Orchester: Studenten des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg |
| Mo | 23.04.12 | 19:30 | Buchungs-Anfrage |
| Di | 24.04.12 | 19:30 | Buchungs-Anfrage |
| Mi | 25.04.12 | 19:30 | Buchungs-Anfrage |
| Do | 26.04.12 | 19:30 | Buchungs-Anfrage |
| Mo | 30.04.12 | 19:30 | Buchungs-Anfrage |
| Di | 01.05.12 | 19:00 | Buchungs-Anfrage |
| Mi | 02.05.12 | 19:30 | Buchungs-Anfrage |
Das Große Haus am Kennedy-Platz ist das traditionsreiche und repräsentative Herzstück der Kulturstadt Augsburg. Seine lange Geschichte reicht vom Neurenaissance-Bau, in den Jahren 1876/77 von führenden Wiener Theaterarchitekten gestaltet, über den Wiederaufbau in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts, bis zum heutigen modernen Theater mit entsprechender Bühnentechnik. Die glanzvolle, historisch gewachsene Spielstätte für Schauspiel, Tanz und Musiktheater präsentiert sich als weit reichender Publikumsmagnet für anspruchsvolle, impulsgebende Aufführungen. Erleben Sie das Große Haus am Kennedy-Platz, das hohe Maßstäbe gleichermaßen in Niveau, Programm und Ambiente setzt.
Das Große Haus bietet Platz für rund 950 Besucher.
Anfahrt mit dem Nahverkehr: Großes Haus, Kennedy-Platz 1: Seit dem 21.11.2011 verkehren wieder die Straßenbahnen der Linie 4 vom Hauptbahnhof , bzw. Königsplatz zum Theater und zurück. Nähere Informationen: AVG-Kundencenter Telefon: 0821-6500-5888/5889)
Montag-Freitag: 9.00-13.00 und 14.30-17.00