„Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in das Gesetz. Aber der Türhüter sagt, dass er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren könne. Der Mann überlegt und fragt dann, ob er also später werde eintreten dürfen. „Es ist möglich,” sagt der Türhüter, „jetzt aber nicht.“ Der Mann wartet vor dem Tor, bis er stirbt. Salvatore Sciarrino hat sich für sein Wuppertaler Auftragswerk einen der geheimnisvollsten und damit spannendsten Texte von Franz Kafka als Vorlage ausgesucht. Die Parabel steckt voller Widersprüche und entzieht sich letztlich einer abschließenden Interpretation. Jede Auslegung ist nur ein Versuch. Hat der Mann selbst Schuld, dass er nicht zum Gesetz hineingelangt? Ist er verantwortlich für sein Schicksal oder ist er Opfer einer böswilligen Täuschung durch den Türhüter? Gibt es das Gesetz überhaupt oder ist auch das eine Illusion, die lebenslang nur zu Verirrungen führt? Lohnt es sich, das Gesetz im Leben zu suchen, sei es ein juristisches, religiöses, moralisches?
Übernahme der Auftragskomposition der Wuppertaler Bühnen
Copyright: Wuppertaler Bühnen
| Genre: | Oper |
| Regie: | Johannes Weigand |
| Musikalische Leitung: | Tito Ceccherini |
| Bühne und Kostüme: | Jürgen Lier |
| Mitwirkende: | Der Mann I: Ekkehard Abele, Der Mann II: Gerson Sales, Der Türhüter: Michael Tews |
Sie erreichen das Nationaltheater mit den Straßenbahnlinien 2, 5 und 7 der MVV Verkehr AG, Haltestelle „Nationaltheater“. Wenn Sie mit der Deutschen Bahn anreisen, haben Sie die Möglichkeit, ab Mannheim Hauptbahnhof mit der Straßenbahnlinie 5 Richtung Käfertal, Weinheim bis zur Haltestelle „Nationaltheater“ zu fahren.