Mit der musikalischen Schilderung des sturmgepeitschten Meeres beginnt Giuseppe Verdi seine Piratenoper „Der Korsar“, die er 1848 für das Opernhaus von Triest komponiert hat. Auf das Meer treibt es den Freibeuter Corrado, der als Hauptmann der Korsaren gegen die Übermacht der Türken kämpft. Durch unglückliche Verstrickungen gerät er in türkische Gefangenschaft, kann sich befreien, nur um zu erkennen, dass sich seine Geliebte Medora aus Verzweiflung das Leben genommen hat. Verdi hat hier eine Erzählung des romantischen Dichters Lord Byron vertont, dessen Held von Anfang an seinen Untergang erahnt.
Nach dem großen Erfolg der Verdi-Gala „Viva Verdi!“ zeigt das Staatstheater Nürnberg in dieser Spielzeit eine der frühen Opern Giuseppe Verdis als konzertante Aufführung. Die romantisch-schicksalhafte Geschichte, die durch den damals gegenwärtigen griechischen Befreiungskampf noch einmal Aktualität bekommen hatte, inspirierte Verdi zu einer mitreißenden und farbenreichen Partitur. „Der Korsar“ rückt einmal mehr die Belcanto-Qualitäten des Nürnberger Opernensembles in den Mittelpunkt, angeführt von Mikolaj Zalasinki in der Titelrolle.
| Genre: | Oper |
| Musikalische Leitung: | Guido Johannes Rumstadt |
| Mitwirkende: | David Yim (Corrado – Kapitän der Corsaren), Nicolai Karnolsky (Giovanni – Korsar), Leah Gordon (Medora), Hrachuhí Bassénz (Gulnara), Mikolaj Zalasinski (Seid – Pascha von Koroni), Gor Harutyunyan (Selimo / Aga), Luzuko Mahlaba (Eunuco), Han-Bo Jeon (Ein Sklave) |
Das Opernhaus ist mit dem öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar. Steigen Sie an der Haltestelle „Opernhaus” (U-Bahn Linie 2 und 3) aus. Vom Hauptbahnhof laufen Sie in fünf Minuten zur Oper. Der Busparkplatz befindet sich direkt hinter der Oper am Karl-Pschigode-Platz.
Das Opernhaus Nürnberg wurde 1903 bis 1905 im Jugendstil vom deutschen Theaterarchitekten Heinrich Seeling erbaut und ist in der Stadtsilhouette weithin erkennbar. Eine neue Innendekoration erhielt das Opernhaus 1935 durch Paul Schultze-Naumburg. 1945 wurde das Haus von Bomben getroffen. Nach dem Wiederaufbau richtete die U.S. Armee hier ein Kino und Theater ein. Seit 1956 dient es wieder als Opernhaus. Hier gelangen Oper, Operette, Klassisches Musical, Kinderkonzerte, Kammerkonzerte (im Jugendstilfoyer) sowie Liederabende zur Aufführung.