Eine Operette aus dem Berlin der 20er-Jahre: Josse und seine Frau Wilhelmine haben nichts anderes im Sinn, als Ziehtochter Julias Erbe zu verprassen und sie mit Josses Neffen August zu verheiraten. Um den Verheiratungsabsichten Onkel Josses zu entgehen, beruft sich Julia auf den Heiratsschwur aus Kindertagen ihres Vetters Roderich. Ein faszinierender Fremder erscheint und gibt sich als Roderich aus, wird jedoch enttarnt, und lässt Julia erzürnt zurück. Als der echte Roderich zurückkehrt, kann er sich nicht an sein Versprechen erinnern. Er verliebt sich in Julias Freundin Hannchen. Julia lässt den Fremden zurückholen. Es ist August, Josses Neffe. Julia ist um einen Traum ärmer und um einen Geliebten reicher. Hannchen bekommt ihren Millionär Roderich und Josse seinen Traumschwiegerson, durch den er auch weiterhin an Julias Erbe teilhaben wird. Mit Eva Gilhofer und Karsten Küsters!
Copyright: Theater Bremen
| Genre: | Oper |
| Regie: | Frank Hilbrich |
| Dirigent: | Florian Ziemen |
| Bühne: | Volker Thiele |
| Kostüme: | Gabriele Ruprecht |
| Mitwirkende: | Bremer Philharmoniker |
„Ein Einziges Vergnügen […] Die Inszenierung von Frank Hilbrich ist ein einziges Vergnügen, ein ganz großer Wurf, der die Patina, die auch diese Operette vielleicht angesetzt hat, mühelos wegpustet. […] Das Liebesduett zwischen Julia und dem Fremden ist eine köstliche Parodie auf Liebe und Leidenschaft. Und bei den Ensemble-Szenen […] entfesselt Hilbrich ein liebevolles, anarchisches Chaos . Die Bremer Premiere bescherte ein fröhliches Wiedersehen mit Eva Gilhofer und Karsten Küsters als Tante und Onkel, die die groteske Komik ihrer Rollen voll auskosteten. Als Julia war Steffi Lehmann schlicht eine „Granate“ – mit leuchtkräftig ansprechendem Sopran, mit Charme und Sexappeal und unbändiger Spielfreude bereitete sie reinstes Vergnügen. Aber Marysol Schalit stand ihr da an Bühnenpräsenz und Temperament in nichts nach.
Nicky Wuchinger (der echte Roderich) parodierte treffsicher die schnöseligen Playboy-Allüren. Als tollpatschiger Egon von Wildenhagen konnte Christian-Andreas Engelhardt punkten . Ein besonderes Kabinettstückchen lieferten Franz Becker-Urban und Bert Coumans als skurriles Dienerpaar. So macht Operette Spaß. “ Wolfgang Denker, Weser-Kurier
Im Theater am Goetheplatz stehen je zwei Rollstuhlplätze im Parkett zur Verfügung.
Das Theater am Goetheplatz ist zu erreichen mit den Straßenbahnlinien 2 und 3, Haltestelle Theater am Goetheplatz. Wenn Sie mit dem Auto kommen, sind es vom Parkhaus Ostertor / Kulturmeile (Theaterpauschale ab 18 Uhr 2,00 Euro: geöffnet bis 1:00 Uhr) nur noch wenige Schritte.
Freie Fahrt ins Theater: Die Eintrittskarten des TheaterBremen gelten als Fahrausweise für den VBN. Sie gelten jeweils drei Stunden vor und nach der Vorstellung in allen VBN-Verkehrsmitteln (Verkehrsverbund Bremen / Niedersachsen) in den VBN-Preisstufen 1 (Bremen), 11 und S.
Achtung! Ausgenommen sind Karten für Moks-Vorstellungen sowie Karten für unsere Märchen-Vorstellungen, sofern sie als Schulbestellungen gebucht werden.
Das Gebäude wurde zwischen 1912 und 1913 nach Plänen der Architekten August Abbehusen und Otto Blendermann erbaut und am 15. August 1913 eröffnet. Es ersetzte das „Theater am Neustadtswall”, das heutige Modernes. Das Staatstheater befand sich zu dieser Zeit in den Wallanlagen. Die Leitung beider Häuser wurde 1943 zusammengelegt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Staatstheater völlig zerstört und das Schauspielhaus stark beschädigt. Der Wiederaufbau als Mehrspartentheater nach Plänen des Architekten Hans Storm konnte 1950 abgeschlossen werden, zunächst unter dem Namen „Theater am Ostertor”. Die Wiedereröffnung wurde mit einer Aufführung von Goethes Egmont am 27. August 1950 gefeiert.
Das „Staatstheater am Wall” wurde nicht wieder aufgebaut, so dass das „Theater am Goetheplatz” seither Hauptspielstätte des Bremer Theaters ist. Der Zuschauerraum verfügt über 800 Sitzplätze.
2007 wurde das Theater Bremen von der Fachzeitschrift Opernwelt zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt.
Montag – Freitag: 9:00 bis 17:00 Uhr