Der Besucherring

Die Liebe zu drei Orangen

Oper in vier Akten und zehn Bildern mit einem Prolog von Sergej Prokofjew; Text nach Carlo Gozzi vom Komponisten; Deutsche Textfassung von Dr. Jürgen Beythien und Eberhard Sprink

Wolfgang Engel, der schon Stücke von Prokofjews Zeit- und Leidensgenossen Bulgakow in Leipzig mit großem Erfolg inszenierte, hat ein besonderes Gespür für die Doppelbödigkeit des Märchens. Gemeinsam mit dem Bühnenbildner Andreas Jander und dem Kostümbildner Michael Sieberock-Serafimowitsch entwickelt er eine besondere, theatergemäße Poesie, reich an Zitaten, Bühnenzauber und zirkusreifen Aktionen.

Genre: Oper
Regie:Wolfgang Engel
Dirigent:Roland Kluttig
Bühne:Andreas Jander
Kostüme:Michael Sieberock-Serafimowitsch
Ende nach ca.:2:30 Stunden
Mitwirkende:König/Köchin: Roman Astakhov | Prinz: Michael Baba | Clarice/Linetta: Jean Broekhuizen/Claudia Huckle | Leander: Morgan Smith | Truffaldino/Zeremonienmeister: Martin Petzold/Dan Karlström | Pantalone: Jürgen Kurth | Celio: Tuomas Pursio | Ninetta: Viktorija Kaminskaite | Nicoletta/Smeraldina: Jennifer Porto/Eun Yee You | Komödiant/Farfarello: Friedhelm Eberle | Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester

Termine und Tickets

Aufführungsort

Oper Leipzig
Augustusplatz 12
04109 Leipzig

Interaktive Karte

Straßenbahnlinien 4, 7, 8, 10, 11, 12, 15, 16 Am Augustusplatz befindet sich die große Tiefgarage mit direktem Zugang zur Oper. (Theatertarif 3,50 €)

Im Opernhaus stehen sechs Rollstuhlplätze pro Vorstellung zur Verfügung.

Die Eintrittskarten gelten 3 Stunden vor und 3 Stunden nach der Vorstellung für alle Verkehrsmittel (Bus, Straßenbahn, S-Bahn und Nahverkehrszüge des Mitteldeutschen Verkehrsbundes in den Zonen 110. 156, 162, 164, 168, 151).

Im Opernhaus existieren Induktionsschleifen (im Parkett und im Rang), Hörgeräte bitte auf Telefon bzw. Induktion stellen.

Die Oper Leipzig steht in der Tradition von mittlerweile 315 Jahren Opernpflege in Leipzig.

1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl eröffnet, das damit das dritte bürgerliche Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg war.

1766 kooperierten nachweisbar erstmals Oper und Musiker des damaligen „Großen Concerts“ bei einer Musiktheaterproduktion. Im selben Jahr war auch das „Komödienhaus“, das später als „Altes Theater“ bezeichnet wurde, eingeweiht worden. Für ein gutes Jahrhundert war es Schauplatz bedeutender deutscher Operntradition.

1868 eröffnete das Neue Theater am Augustusplatz, das für Oper und Schauspiel genutzt wurde. Neben Werken von Mozart, Weber und Gluck bildet die Pflege des Wagner-Repertoires seither einen besonderen Schwerpunkt.

Erstmals außerhalb des Bayreuther Festspielhauses wurde 1878 Richard Wagners „Ring“-Tetralogie in Leipzig aufgeführt. Herausragende Dirigenten bis 1890 waren Artur Seidl, Arthur Nikisch und Gustav Mahler.

In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts öffnete sich die Oper Leipzig in besonderem Maße für zeitgenössische Werke. Von den vielen wichtigen Erst- und Uraufführungen ist u.a. Brecht / Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ (1930) zu nennen.

Nach der Zerstörung des Neuen Theaters im Dezember 1943 wurde 1956–1960 an gleicher Stelle das heutige Opernhaus errichtet, bei dem die spätklassizistischen Formen des Vorgängerbaues andeutungsweise wieder aufgenommen wurden. Die festliche Eröffnung erfolgte mit „Die Meistersinger von Nürnberg“ (Regie: Joachim Herz). In den Folgejahren prägten u.a. bedeutsame Wagneraufführungen und die Wiederbelebung vernachlässigter Werke den Spielplan.

1990 übernahm Udo Zimmermann die Opernintendanz und verlieh der Oper einen spektakulären Aufschwung.

1991 trat Uwe Scholz seine Position als Ballettdirektor und Chefchoreograph an und entwickelte das Leipziger Ballett zu einer der ersten Compagnien in Deutschland.

Mit der Intendanz von Henri Maier (2001-2007) gelangten erstmals u.a. Werke von Berlioz („La Damnation de Faust“ und „Les Troyens“) auf den Spielplan.

Ab der Spielzeit 2008/09 ist neben dem kommissarischen Intendanten und Geschäftsführendem Direktor Alexander von Maravi? und Franziska Severin als Operndirektorin Peter Konwitschny Chefregisseur der Oper Leipzig. Er steht für lebendiges Musiktheater mit einem Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart und für die Förderung junger Regisseure.

Die Foyerbereiche des Opernhauses wurden 2007 umfangreich nach den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert. Das Opernhaus verfügt seitdem über 1267 Sitzplätze. Zur Oper Leipzig gehört neben dem Sängerensemble, dem Opernchor und dem Leipziger Ballett auch die Musikalische Komödie mit eigener Spielstätte in Leipzig Lindenau. Das große Repertoire mit ca. 300 Vorstellungen pro Spielzeit in allen Spielstätten reicht vom Barock bis zur Gegenwart. (Quelle: Oper Leipzig)

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